Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 2 (1950/51)
Zu den Schlagmarken des Tiberius und Germanicus
- S. 21–35, Tf.2
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
Michael Grünwalds Bearbeitung der römischen Kupfer- und Bronzemünzen mit Gegenstempeln aus dem Legionslager Vindonissa führte zu alarmierenden Schlüssen: Tiberius solle schon kurz vor 6 v. Chr. den Titel Augustus in der Schlagmarke TIB AVG erhalten haben, und zwar durch einen gegen Augustus rebellierenden Legaten, und die Fundmünzen würden eine Lagergründung vor 6 v. Chr. erfordern. Beides wäre unabweislich, wenn die numismatischen Grundlagen stimmten. Der Angelpunkt liegt in der Behauptung, die Marke IMP AVG könne sich nur auf den ersten Augustus beziehen; weil sie bei Überschneidungen stets über den Tiberiusstempeln liegt, fiele TIB AVG dann noch unter Augustus. Der Verfasser prüft diese Behauptung, der man mehr gefühlsmäßig zustimmt als dass sie bewiesen wäre, und zieht daraus Folgerungen für Vindonissa und Oberhausen.
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Zitiervorschlag
Kraft, Konrad: Zu den Schlagmarken des Tiberius und Germanicus. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 2 (1950/51), S. 21–35, Tf.2.