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Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 16 (1966)

Numismatische Erwägungen zum Beginn der militärischen Besetzung Okarbens

Manfred Korfmann

  • S. 33–44
  • Aufsatz
  • Deutsch

Zusammenfassung

Die Untersuchungen Georg Wolffs von 1894/95 in Okarben in der Wetterau ergaben ein Steinkastell von etwa 5,8 Hektar, das nach seiner Grösse nur Standort einer Ala miliaria sein konnte; das einzige weitere Kastell dieser Art im Rhein-Main-Gebiet ist Heddernheim, wo die Ala I Flavia Gemina Inschriften hinterliess, weshalb man die Schwesterala in Okarben vermutete und beide Kastelle für gleichzeitig hielt. Wolff sah in ihnen Hauptkastelle, unmittelbar nach dem Chattenkrieg Domitians angelegt. Neue Beobachtungen erlauben andere Erwägungen: Die beiden Kastelle erwiesen sich bis in Einzelheiten als gleichartig gebaut, und Wolffs Befunde dagegen liessen sich widerlegen, etwa seine Leugnung einer Wallanschüttung hinter der Mauer. Das Material hinter der Mauer legt eine vordomitianische Besetzung nahe.

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Zitiervorschlag

Korfmann, Manfred: Numismatische Erwägungen zum Beginn der militärischen Besetzung Okarbens. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 16 (1966), S. 33–44.