Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 12 (1962)
Bemerkungen zum ältesten sizilischen und römischen Münzwesen
- S. 51–64
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
Das Münzwesen der meisten sizilischen Städte zeigt schon früh eine Besonderheit, die sich noch in einigen süditalischen Gemeinden findet, im griechischen Mutterland und den übrigen Kolonialgebieten aber nicht: Neben der heimischen Teilung der Drachme in sechs Obolen gab es eine Stückelung in fünf Litrai von je zwölf Onkien. Diese Wertgrössen sind anderswoher als libra und uncia bestens bekannt; die Verwandtschaft ist unbezweifelbar, doch bedürfen Grad und Art des Verhältnisses einer näheren Bestimmung. Der Verfasser bemerkt, dass die grundlegenden Erkenntnisse bereits vor mehr als 260 Jahren gewonnen, dann aber völlig vergessen wurden. Die ausführlichsten Nachrichten stammen aus den aristotelischen Verfassungen von Akragas und Himera, bruchstückhaft bei Pollux erhalten, dazu Belege beim Komiker Epicharm.
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Zitiervorschlag
Chantraine, Heinrich: Bemerkungen zum ältesten sizilischen und römischen Münzwesen. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 12 (1962), S. 51–64.