Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 9 (1958)
Die constantinische Goldprägung in Trier
- S. 99–139, Tf.4-11
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
Eine lange Entwicklung hat Trier in der Spätzeit zum Rang einer Residenz verholfen. Sie begann mit der nie zugegebenen Tatsache, dass Rom als ständiger Sitz der Herrscher praktisch aufgegeben wurde, und führte über ein unstetes Wandern des Kaisers und seines Stabes von Hauptquartier zu Hauptquartier, wobei der grundsätzliche Vorrang Roms gewahrt blieb. Die militärische Not der zweiten Jahrhunderthälfte war kaum zu meistern, das System der stabilen Grenzverteidigung versagte, und schon Gallienus führte ständig ein mobiles Heer mit sich. Diokletian zog daraus den Schluss, das Reich zu vierteilen und in jedem Teil eine bedeutende Stadt zur ständigen Residenz zu erheben. So wurde Trier mit der Ernennung des Caesars Constantius Chlorus 293 offiziell Kaiserresidenz, was es im gallischen Teilreich längst gewesen war.
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Zitiervorschlag
R.-Alföldi, Maria: Die constantinische Goldprägung in Trier. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 9 (1958), S. 99–139, Tf.4-11.