Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 36 (1986)
"Oriens Augusti". Kaiserpanegyrik und Perserkriegspropaganda auf Münzen der Stadt Side in Pamphylien unter Valerian und Gallienus (253-268)
- S. 127–143, Tf.18-19
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
Auf städtischen Prägungen von Side in Pamphylien werden in der Zeit des Valerian und Gallienus die Kaiserbüsten mit Beizeichen kombiniert: ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen, ein Sonnenstern und ein Pfeil. Sie dienen dazu, die Bedeutung der Mitglieder des Kaiserhauses für den Bestand des Reiches und insbesondere für den Sieg über die Perser zu betonen. Adler und Sonnenstern (geprägt in der Zeit zwischen 254 und 259) weisen auf die göttliche EinZusammenfassungen/Conclusions 163 setzung und Gottähnlichkeit der kaiserlichen Personen hin und feiern gleichzeitig militärische Erfolge oder stellen sie in Aussicht. Mit dem Pfeil unter der Büste des Gallienus (geprägt ab 264) propagieren die Sideten die gewonnene Oberhoheit über das Perserreich (Anspruchsemblem). Die Stadt Side stellt sich mit diesen Prägungen nicht nur als loyaler Bündner Roms dar, sondern erinnert auch an ihre große Bedeutung als wichtige Nachschubbasis für die Ostfront
Volltext frei verfügbar
Gesamtband (pdf, 34.0 MB)Öffnet den vollständigen Band an der Anfangsseite dieses Beitrags.
Zitiervorschlag
Nollé, Johannes: "Oriens Augusti". Kaiserpanegyrik und Perserkriegspropaganda auf Münzen der Stadt Side in Pamphylien unter Valerian und Gallienus (253-268). In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 36 (1986), S. 127–143, Tf.18-19.