Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 23 (1973)
Eine gallische Potin-Münze aus Karlstein bei Bad Reichenhall
- S. 89–91, Tf.7
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
Sondagegrabungen im kaiserzeitlichen vicus der Karlsteiner Langackerregion im Herbst 1972 erbrachten neben römischen Bronzen eine keltische Potinmünze vom Typ Forrer 171. Von den rund sechzig bisher bekannten Karlsteiner Keltenprägungen ist sie das erste Stück aus einem gesicherten stratigraphischen Fundverband. Das gut erhaltene, aber schlecht gegossene Exemplar zeigt einen nach links blickenden Kopf und auf der Rückseite einen Stier mit einer sogenannten Lilie darüber; der Typ gilt als Nachahmung einer massaliotischen Kleinbronze durch die Sequaner. Nach der Fundkarte von Colbert de Beaulieu liegen alle 34 bekannten Fundplätze westlich des Rheins, sodass Karlstein weit ausserhalb des geschlossenen Verbreitungsbildes liegt.
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Zitiervorschlag
Menke, Manfred: Eine gallische Potin-Münze aus Karlstein bei Bad Reichenhall. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 23 (1973), S. 89–91, Tf.7.