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  • S. 131–135, Tf.15
  • Aufsatz
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Zusammenfassung

Unter den Neuerwerbungen der Staatlichen Münzsammlung München befinden sich spätantike Glaspasten, die teils unmittelbar mit Münzemissionen zusammenhängen. Das bemerkenswerteste Stück ahmt in opakem Glas eine Lagenachatgemme nach und zeigt vertieft den Genius Populi Romani mit Modius, Patera und Füllhorn, zu dessen Füssen ein Adler sitzt. Das Beizeichen B und die Reste von ALE im Abschnitt weisen das Münzvorbild der Münzstätte Alexandria zu. Der Grössenvergleich zeigt, dass nicht ein Follis, sondern ein Stück der Halbfollisserie als Vorlage diente, wozu auch die ungeteilte Rückseitenlegende passt. Die Paste gibt somit einen sehr seltenen Halbfollis des Domitius Domitianus wieder, des ägyptischen Usurpators, der 295/296 weniger als acht Monate regierte.

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Zitiervorschlag

Overbeck, Bernhard: Zur Datierung einiger spätantiker Glaspasten. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 21 (1971), S. 131–135, Tf.15.