- S. 49–66, Tf.4-6
- Aufsatz
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Zusammenfassung
Im Kunsthandel tauchte ein bisher unbekannter Sardonyxkameo auf, der ein nach links gerichtetes Frauenbildnis mit Schleier, Lorbeerkranz und Szepter zeigt. Material und Ausführung sind erlesen: Aus den beiden oberen Steinschichten ist die Darstellung in harten, tiefen Schnitten herausgearbeitet, die untere bläulich weisse Lage bildet Gesicht, Arm, Hand und Szepter, die oberste in sattem Rötlichbraun Haar, Lorbeerkranz, Schleier und Gewand. Szepter und Lorbeerkranz weisen eine Herrscherin aus, sodass das Stück zu den Staatskameen des römischen Kaiserhauses zählt. Die Darstellung folgt einem Topos, der auch auf einem der Goldmedaillons von Abukir und auf römischen Kontorniaten des späteren 4. Jahrhunderts erscheint, nämlich dem Bild der Olympias.
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Zitiervorschlag
Nau, Elisabeth: Iulia Domna als Olympias. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 18 (1968), S. 49–66, Tf.4-6.