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Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 15 (1965)

Die keltischen Silbermünzen vom "Prager-Typus" (zur Silberprägung der Boier)

Hans-Jörg Kellner

  • S. 195–207, Tf.12
  • Aufsatz
  • Deutsch

Zusammenfassung

Anlass ist der Neufund einer keltischen Silbermünze aus dem Oppidum auf der Alteburg bei Arnstadt, deren Fundort auf den ersten Blick weit abseits des Verbreitungsgebietes ihres Typus liegt; die Gruppe wird Prager Typus genannt, was schon auf Böhmen weist. Die Vorderseite zeigt einen stark in Kugeln und Schnörkel aufgelösten Kopf nach links, bei dem einige Striche an den Stirnschutz eines Helms erinnern, die Rückseite ein nach rechts springendes Pferd mit auffällig langem, aus mehreren Strichen gebildetem Schweif. Als Vorbilder erkennt der Verfasser die im östlichen Mittelgallien verbreiteten Nachprägungen römischer Republikdenare mit behelmtem Romakopf und Pferd, die auf die reicher verzierten Ausgaben ab etwa 175 v. Chr. zurückgehen. Der Prager Typus ist damit aus dem Westen abzuleiten.

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Zitiervorschlag

Kellner, Hans-Jörg: Die keltischen Silbermünzen vom "Prager-Typus" (zur Silberprägung der Boier). In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 15 (1965), S. 195–207, Tf.12.