Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 46 (1996)
Kitanaura. Münzen und Geschichte einer kleinen Stadt in den ostlykischen Bergen
- S. 7–29
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
In einem 1898 in der Gegend von Antalya gemachten kleinen Fund von hellenistischen Bronzemünzen finden sich neben bereits bekannten Münztypen von Phaselis, Termessos, Perge und Aspendos neun Geldstücke einer bisher unbekannten Prägestätte. Die Münzen tragen auf der Vorderseite das Bild der Göttin Artemis, auf der Rückseite die Darstellung eines nackten Gottes oder Heros. Die Legende auf dem Revers lautet KITA. Diese Prägestätte läßt sich durch die Analyse des Schatzfundes und mit Hilfe des neugefundenen großen Meilenmonumentes von Patara mit dem Ort Kitanaura im nordostlykisch-pisidischen Grenzgebiet identifizieren. Kitanaura liegt bei dem heutigen türkischen Ort Saraycik. Die ursprünglich selbständige und Münzen prägende verkehrswichtige Kleinstadt Kitanaura wurde anscheinend im 1. Jh. v. Chr. von den Römern unter die Hoheit von Termessos gestellt, war aber in der Spätantike bzw. im frühen Mittelalter Bischofssitz. Im Zusammenhang mit der türkischen Landnahme scheint die Stadt endgültig verödet zu sein. [Autor]
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Zitiervorschlag
Nollé, Johannes: Kitanaura. Münzen und Geschichte einer kleinen Stadt in den ostlykischen Bergen. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 46 (1996), S. 7–29.