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Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 42/43 (1992/93)

Asklepios mit Omphalos in der römischen Reichsprägung. Zu einem Beispiel der Beeinflussung der Reichsprägung durch Lokalmünzen

Ursula Kampmann

  • S. 39–48
  • Aufsatz
  • Deutsch

Zusammenfassung

Das globusartige Gebilde, das erstmals im Jahr 214 n. Chr. auf einem Aureus Caracallas als Attribut des Aesculap auftaucht, ist nicht mit Providentia zu verbinden, sondern mit dem Asklepios von Pergamon, wie der Vergleich mit pergamenischen Bronzemünzen zeigt. Der Aesculap der Reichsprägung kann als der ,deus Pergameus` identifiziert werden, dem Caracalla nach einem Besuch in Pergamon im Herbst 214 Heilung von einer Krankheit verdankte. JOHANNES NOLL ✓, Kaiserliche Privilegien für Gladiatorenmunera und Tierhetzen. Unbekannte und ungedeutete Zeugnisse auf städtischen Münzen des griechischen Ostens, S. 49 Die Untersuchung stellt Lokalprägungen des griechischen Ostens zusammen, die auf Gladiatorenmunera hinweisen. Es wird gezeigt, daß es neben den bekannten Münzen von Synnada mit Gladiatorenkampf und Tierhetzen noch weitere, bisher nicht richtig gedeutete Prägungen gibt, die auf Gladiatorenmunera hinweisen. Kleinasiatische Städte des griechischen Ostens wie etwa Synnada, Kremna, Side und möglicherweise auch Aspendos verwandten den großen rechteckigen Gladiatorenschild als Chiffre für außergewöhnlich reiche Stiftungen, die der Ausrichtung von aufwendigen Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen dienten und die vom Kaiser genehmigt worden waren. Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen, die einen bestimmten, gesetzlich festgelegten Umfang überschritten, bedurften nämlich der kaiserlichen Zustimmung. Wurde die Genehmigung erteilt, erhöhte sie das Ansehen der auf diese Weise ausgezeichneten Stadt, die dann unter bestimmten Umständen auf ihrem lokalen Geld das gewonnene Privileg propagierte. (Autor)

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Zitiervorschlag

Kampmann, Ursula: Asklepios mit Omphalos in der römischen Reichsprägung. Zu einem Beispiel der Beeinflussung der Reichsprägung durch Lokalmünzen. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 42/43 (1992/93), S. 39–48.