Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte · Band 19 (1969)
Kaiser Gordian mit dem Pfeil in Edessa
- S. 47–77, Tf.3-5
- Aufsatz
- Deutsch
Zusammenfassung
Unter Gordian III. und Abgar X. erschienen in Edessa Grossbronzen mit folgendem Bild: auf der Vorderseite die belorbeerte Büste Gordians, auf der Rückseite der Kaiser auf einem Stuhl auf erhöhtem Podest sitzend, einen szepterartigen Gegenstand in der Linken, vor ihm Abgar, der ihm eine Statuette hochreicht. Die Literatur nennt diesen Gegenstand Szepter, haste oder Speer. Bei genauerem Zusehen trifft das nicht zu: Form der Spitze und die für eine Lanze viel zu geringe Länge erweisen ihn eindeutig als Pfeil. Der Beitrag fragt daher, welche Vorstellungen dazu geführt haben könnten, einem römischen Kaiser einen Pfeil in die Hand zu geben, und findet, dass im Vorderen Orient Pfeil und Bogen auf Münzen häufig als Herrscherattribut dienen.
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Zitiervorschlag
Gesche, Helga: Kaiser Gordian mit dem Pfeil in Edessa. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 19 (1969), S. 47–77, Tf.3-5.